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Heizkraftwerk

So war es früher

Das Heizkraftwerk der GWA in der Lindenstraße, von wo das Stadtwärmenetz versorgt wird, wurde 1991 bis 1993 errichtet. Die ursprüngliche Feuerungswärmeleistung der sieben heizölbasierten Heizkessel betrug 31,1 MW. Durch Rückbau- und Sanierungsmaßnahmen an den angeschlossenen Gebäuden haben sich die Anforderungen an die erforderliche Anschlussleistung wesentlich reduziert. Daher erfolgte im Jahr 2012 eine Verringerung der Feuerungswärmeleistung der sieben Heizkessel ohne Rückbau auf etwa 18,51 MW.

 

Das Heizkraftwerk heute

Derzeit verfügt das Heizwerk über vier Heizkessel mit einer Feuerungswärmeleistung von insgesamt 18,24 MW. Deren Betrieb erfolgt primär mit Erdgas, er kann aber je nach Bedarf und Marktlage auch auf Heizöl umgestellt werden. Die Möglichkeit der Energieträgerwahl ist nicht nur unter dem Aspekt der Preisbildung relevant, sondern erhöht auch die Versorgungssicherheit. Das Herzstück des Heizwerks ist ein im Jahr 2017 installiertes und seit 2018 im Betrieb befindliches erdgasbasiertes Blockheizkraftwerk (BHKW) mit einer Gesamtfeuerungsleistung von 667 kW (Nennleistung thermisch 363 kW, elektrisch 238 kW).

 

Das BHKW ermöglicht die gemeinsame Erzeugung von Wärme und Strom (sogenannte Kraft-Wärme-Kopplung/ KWK). Diese besonders effiziente Technologie erlaubt die nahezu vollständige Nutzung der im Erdgas gebundenen Energie.

 

Das BHKW wird Wärmegeführt betrieben. Der parallel erzeugte Strom wird hauptsächlich zur Versorgung des Heizwerks verwendet, wodurch der Stromfremdbezug minimiert wird. Die überschüssige Strommenge wird in das öffentliche Netz ausgespeist. Die erzielte Vergütung und die venmiedenen Strombezugskosten erhöhen die Wirtschaftlichkeit des Anlagenbetriebes und senken die Kosten der Stadtwärme.

 

Das BHKW im Heizwerk deckt zusammen mit der ebenfalls im KWK-Verfahren erzeugten und seit 2004 in das Stadtwärmenetz eingebundenen Abwärme aus der Anklamer Biogasanlage die Grund-und Mittellast der Wärmeversorgung. Die Heizkessel werden bedarfsweise zugeschaltet und dienen zur Abdeckung der Spitzenlast in der Heizperiode.

 

Durch den modularen Aufbau der Kesselanlage, den Einsatz des BHKWs und die Einbindung der Abwärme aus der Biogasanlage wird die Gesamteffizienz und somit auch die Wirtschaftlichkeit der Wärmeversorgung gesteigert und zugleich eine hervorragende Klimabilanz der Stadtwärme gewährleistet.

Revisionszeichnung BHKW