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Kleines Energielexikon

Nutzenergie ist die Energiemenge und -form, die vom Endabnehmer tatsächlich benötigt wird. Dies kann beispielsweise Wärme zur Beheizung oder Kälte zur Klimatisierung eines Gebäudes oder Licht zur Beleuchtung sein.

 

Nutzenergie entsteht durch die Umwandlung von Endenergie. Da es dabei zu Verlusten kommt, ist die Menge der erhaltenen Nutzenergie im Vergleich zur eingesetzten Endenergie in der Regel kleiner. So geht bei der Umwandlung von elektrischer Energie in Licht ein wesentlicher Teil der Endenergie in Form von Wärme verloren. Auch beim Einsatz von Erdgas zur Wärmeerzeugung geht ein Teil der im Erdgas gespeicherten Energie verloren. Die Höhe der Verluste hängt beispielsweise von dem Wirkungsgrad des Kessels, seiner Auslastung, den Systemtemperaturen, ungedämmten Rohleitungen usw. ab.

 

Da bei Stadtwärme keine weitere Energieumwandlung in Ihrem Zuhause stattfindet, bezahlen Sie nur für die Energiemenge, die sie tatsächlich benötigen. Bei Stadtwärme zahlen Sie somit für die Nutzenergie und nicht für die Endenergie. Dies muss beim Vergleich mit anderen Heizsystemen insbesondere Erdgas und Heizöl berücksichtigt werden.
Endenergie ist die Energiemenge, die beim Verbraucher ankommt bzw. an der Gebäudegrenze bereitgestellt wird, etwa in Form von Brennstoffen (Erdgas, Heizöl) oder elektrischer Energie.
Für den Hausbesitzer oder Mieter ist es diese Energieform, die für seine wirtschaftliche Betrachtung wichtig ist. Denn sie wird mit dem Versorgungsunternehmen abgerechnet.
Primärenergie berücksichtigt auch die Energiemenge, die für die Erzeugung der jeweiligen Endenergieform – Strom, Gas, Heizöl, usw. – aufgewendet wird. Zuzüglich zum Energiegehalt des Energieträgeres ist das auch die Energie, die bei der Förderung, Umwandlung und dem Transport (inkl. Leitungsverluste) bis zum Abnehmer benötigt wird.

 

Für den Gesetzgeber ist der Bedarf an Primärenergie entscheidend, da hierdurch die Klimaziele direkt berührt werden. Deswegen werden an Gebäude in der Energieeinsparverordnung (EnEV) Anforderungen an den Primärenergiebedarf gestellt.
Der Primärenergiefaktor ist ein Indikator für die benötigte Energiemenge von der Energiequelle bis zum Endverbraucher. Er zeigt das Verhältnis von eingesetzter Primärenergie zu abgegebener Endenergie und berücksichtigt somit auch den für die Förderung, Verarbeitung und Verteilung erforderlichen Energieaufwand. Je umweltschonender die Energieform und ihre Umwandlung, desto niedriger ist der Primärenergiefaktor. Die Primärenergiefaktoren für die unterschiedlichen Energieformen werden in der EnEV festgelegt. Zur Ermittlung der Energiebilanz eines Gebäudes wird der Endenergiebedarf der eingesetzten Energieträger mit den entsprechenden Primärenergiefaktoren multipliziert. Unsere Stadtwärme steht im Vergleich zu anderen Energieträgern besonders gut da:
  • Heizöl 1,1
  • Erdgas 1,1
  • Flüssiggas 1,1
  • Steinkohle 1,1
  • Braunkohle 1,2
  • Biogas 0,5
  • Holz 0,2
  • Strom 1,8
  • Solarenergie 0,0
  • Erdwärme 0,0
  • Umgebungswärme 0,0
Die Anklamer Stadtwärme hat einen zertifizierten Primärenergiefaktor von 0,0 und erreicht somit den Primärenergiewert von Umweltenergieträgern.